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Jugendsünden

Aiko ist mit der Zeit ja doch vernünftiger geworden. Die letzte "Schandtat" liegt nun fast ein Jahr zurück und ganz ehrlich, ich fand die Aktion von ihm auch nicht so richtig komisch. Nicht mal im Nachhinein.

Aiko hatte sich mal wieder unerlaubt von der Truppe entfernt und irgendwelche gelben Tonnen in der Nachbarschaft geplündert. Nach einer Stunde suchen fand er schließlich MICH und hatte noch ein Q-Tip im Maul, während er freudig wedelnd zu mir lief.
Wenige Tage danach würgte er dann eine Plastiktüte, ein halbes TetraPack und eine Alu-Kugel aus. Sachen, die er gefrassen hatte und die ihm wohl die ganze Zeit schwer im Magen lagen... Die Silversternacht verbrachte ich dann mit ihm in Duisburg (wo sonst) und die ganze Aktion war dann 3 Tage und 650 Euro später endlich abgeschlossen.... also... nicht lustig, oder?

Aber so ab und an, wenn es um Streiche unserer Hunde geht, fällt mir vor allem eine Geschichte wieder ein...

Aiko als Fußballer
Als ich noch in Gerresheim gewohnt habe, war direkt um die Ecke der Sportplatz vom T.V. Gerresheim. Da sind mein noch jugendlicher Labi und ich oft vorbei gegangen. Direkt an unserem Weg war ein Tor, das ab und an auch offen stand. Natürlich mußte Aiko dann immer mal kurz schauen, ob auf dem Platz auch alles in Ordnung ist. Wenn dort Leute waren, die vielleicht sogar noch gegrillt haben, dann war das natürlich die Attraktion des Tages und mein Hund wollte lieber feiern als mit mir zusammen wieder nach Hause gehen.
Eines Tages, das Tor stand wieder offen, war gerade ein Fußballspiel der Kinder-Liga im Gang. 22 hochmotivierte, vielleicht 8 oder 9 Jahre alte Kids balgten auf dem Platz herum und stritten sich um den einen Ball. Natürlich hat mein Hund die Situation mit einem einzigen Blick erkannt: Ball, Kinder, Spielen, SPASS!!! Und so startet der Verbrecher durch und rennt mit Vollspeed auf den Ball zu. Dieser wird natürlich von den Kids weiter im Spiel gehalten, was Aiko selbstredend als Aufforderung sieht, sich noch mehr anzustrengen. Er rennt und rennt, schlägt Haken und bellt freudig ob der tollen Bespaßung. Die inzwischen etwas irritierten Kids werden vorsichtiger mit ihren Tritten und so gelingt es dem Hund, endlich in Ballbesitz zu kommen.

Tja... die Trainer und Zuschauer waren von der Einlage deutlich weniger begeistert als mein Hund und so durfte ich dann mit vor Scham hochrotem Kopf den Platz betreten und unter den Beschimpfungen der Umstehenden meinen Hund wieder einfangen...

Und was lernt man daraus? Hunde, die in jugendlichem Eifer ihre gute Erziehung vergessen, sind bei Sport-Events mit ungehindertem Zugang doch wohl besser an der Leine zu führen, oder?


Aktualisiert (Freitag, den 10. Dezember 2010 um 17:29 Uhr)

 
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